Ba Gua Zhang…

Posted on: August 14th, 2012 by Moshe Kastiel No Comments


…ist eine der Kampfkünste, die das innere System (Neichia) des chinesischen Boxens beinhaltet. Die anderen beiden sind TaiChiChuan und Xing I. Die drei Namen beinhalten viele diverse Stile. Soke Takamatsu, Sensei, der 33. Großmeister des Ninjutsu , verbrachte viele Jahre in China, wo er nicht nur Ninjutsu, sondern auch chinesisches Boxen praktizierte und unterrichtete. Dort war sein Spitzname auch „Moko“, was so viel wie Mongolischer Tiger bedeutet. Er war ein Meister des chinesischen Boxens, besonders des inneren Boxens der drei hier erwähnten Kampfkünste. Hierzu muss man wissen, dass 90% der Japaner ursprünglich aus Korea und China stammten. Von dort wanderten die Menschen im Verlaufe der letzen 2000 Jahre nach Japan ein und brachten ihre Kultur mit sich. Auch die Ursprünge des Ninjutsu gehen nach China zurück. Besonders das Koto Ryu und Gyakko Ryu erinnern sehr stark an die Kampfstile des Xing I und Ba Gua Zhang. Die Ninjas vergangener Zeiten studierten immer die Strategien und die Denkweise ihrer potentiellen Gegner. In unseren Dojos trainieren wir eine gro?e Auswahl von soften und harten Kampfkünsten mit dem Ziel, verschiedene Künste sowohl technisch als auch geistig verstehen zu lernen.

Ba Gua Zhang war die Kampfkunst, die die Bodyguards des letzten chinesichen Kaisers beherrschten.

Die Theorie des Ba Gua Zhang ist eine Box-Meditationsübung. Die Kreisbewegungen des Ba Gua stellen sowohl Himmel als auch Erde dar und organisieren und ordnen Yin und Yang. Im Ba Gua Training bewegt man sich im Kreis, so wie wenn man sich makrokosmisch im Universum bewegen würde. Gleichzeitig wird man mikrokosmisch von den Veränderungen im eigenen Körper berührt. Sowohl der Name als auch der gedankliche Inhalt stammen von einem Philosophiesystem, das im „Buch der Veränderungen“, einem metaphysischen Traktat, der über 3000 Jahre alt ist, erläutert wird. Dieser entwickelte sich zu einer ethischen Abhandlung solchen Ausmasses, dass er u den Klassikern des Konfuzianismus gehört. Zentrales Thema des Buches, wie auch des Boxsystems ist es, dass alles sich im ständigen Fliessen befindet. Es ist der kontinuerliche Prozess von Veränderungen, der jeder Existenz zugrunde liegt. Im Ba Gua werden diese Ideen in ein System von Übungen und Selbstverteidigung umgewandelt.

Ba Gua ist in der westlichen Welt nicht sehr bekannt und so gibt es auch nicht viele Möglichkeiten, diese Kunst mit einem erfahrenen Trainer zu trainieren. Jede Form in dieser Kampfkunst ist lediglich ein Ausdruck eines inneren Gedankens, eines Gefühls oder einer Idee. Es ist ein Resultat eines geistigen Konzeptes. Besonders Ba Gua Zhang ist eine Kunst, die versucht, esoterische Ideen umzusetzen. die 64 Hexagramme sind aus 8 Trigrammen kombiniert, die untereinander gepaart werden. Um ein tieferes Verständnis hierüber zu bekommen, sollte man das „Buch der Veränderungen“ lesen.

Das hier abgebildete Diagramm zeigt die Grundphilosophie des „Buches der Veränderungen“. Dieses Symbol versucht, Himmel und Erde und deren Inhalt auszudrücken und eine makro-bzw. mikrokosmische Anschauungsweise des Menschen über den Kosmos, das Chaos und den Menschen selbst darzustellen. Die Grunddiagramme des Buches der Veränderungen sind mit den 8 Ba Gua Grundübungen verbunden.

Chen – kreativ. Gedankenbild: Himmel
K´un – empfangend. Gedankenbild: Erde
Chen – aufsteigend. Gedankenbild: Donner
K’an – abgrundartig. Gedankenbild: Wasser
Ken – Stille. Gedankenbild: Berg
Sun – zart. Gedankenbild: Wind
Li – haftend. Gedankenbild: Feuer
8. Tui – freudig. Gedankenbild: See


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