Bumon…

Posted on: August 14th, 2012 by Moshe Kastiel No Comments

 

…umfasst das gesamte Wissen der Kampfkünste und ist einer der vier Aspekte des Ninpo, das Wissen des Nin. Außer Bumon gibt es Chimon, die Wissenscheften der erde, Tenmon, die Wissenschaft des Himmels, sowie Shumon, was damals Religion war und heute Lerbensphilosophie.

Großmeister Hatsumi, der 34. Soke des Ninjutsu in einer Yari-Technik auf einem Tai Kai in München

In der Vergangenheit studierten die Ninjas nicht nur die Kampfkünste des eigenen Ryus, sondern auch die weiterer Ryus oder Schulen. Im Ninjutsu gab es über 70 Ninja Ryus, von diesem sind nur 9 erhalten geblieben. Von diesen gibt es zwei, die von Piratenfamilien praktiziert wurden. Jeder Ninja war immer daran interessiert, sein Wissen zu verbessern und zu verfeinern und auch die Erneuerungen der Waffen und Kampfsysteme mit in das Ninja System einzubauen. Das gesamte Wissen des Bumon hat sich weltweit so entwickelt. Die Schwerter wurden durch die verfeinerte Metallurgie besser, als Explosionsstoffe entdeckt wurden, bekamen auch die Kampfkünste hierdurch eine völlig neue Dimension. Heute gilt genau das gleiche. Jeder, der sich heute mit Kampfkunst befasst, hat die Möglichkeit, eine Menge verschiedener Stile zu erlernen. In unserem Dojo begrüssen wir jede Initiative sowie jeden Beitrag, wenn wir uns dadurch verbessern und weiterentwickeln können. Ich emfehle meinen Schülern immer „professionelle Schüler“ zu sein, das heisst, immer hinzuzulernen. Der Geist, die Seele und der Körper (Shin Gi Tai) sollten immer offen sein, Neues aufzunehmen. Das alte Sprichwort sagt: „Der Ninja ist gerade wie ein Bambus und offen wie eine Blume“. Deshalb sollte man nicht nur mit seiner Umgebung, sondern vor allen Dingen auch zu sich selbst ehrlich sein. Man sollte sich nicht vormachen, dass man schon genug weiß, sondern sollte sich bemühen, offen zu sein, denn die Schönheit einer Blüte liegt in ihrer Offenheit. Man sollte auch nicht vergessen, dass der gefährlichste Gegner gerade der sein kann, der sich selbst nicht kennt und der auch selbst kein klares Konzept hat, von dem was er tut als Trainer sollte man das gute Potential eines Schülers erkennen können sowie die schlechten Eigenschaften, die man minimieren muss.

 

 

Moshe Kastiel, 10. Dan Shihan führt eine Muto Dori Technik gegen einen Schwertangriff aus. Er setzt hierzu Atemi Punkte (Shi-Shin Gime) ein

 

Wenn man das Studium zu sehr klassifiziert, kann man nicht wirklich offen und frei lernen. Hier kann man als Beispiel den berühmten japanischen Schwertkämpfer Miamoto Musashi anführen (geb. 1584), er hat die Schwertkunst nie von jemandem gelernt, aber er wurde der beste Schwertkämpfer Japans überhaupt und schaffte sich sein eigenes Ryu, das Nitto Ryu (Gebrauch von zwei Schwertern gleichzeitig in jeder Hand). Eben weil er nie nach einem bestimmten System gelernt hatte, war er in seinen Handlungen absolut unvorhersehbar – dies gab ihm einen großen Vorsprung vor jedem Feind. In unseren Dojos, die über ganz Deutschland verteilt sind sowie auch in USA und Israel vorhanden sind, trainieren wir eine ganze Auswahl von Kampfsports bzw. Kampfkünsten. Hierzu gehören verschiedene Arten des Boxens, Kickens, des Ringens, Gebrauch von Waffen, Kampf ohne Waffen, wir trainieren Angriffe einzelner oder auch mehrerer Gegner. Hierdurch scannen wir für den Schüler alles was es an Kampfkunst gibt. Hier auf diesen Seiten können Sie einige der Künste finden, die wir anbieten.

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